Pfingstfeier 2026

Liebe Schulgemeinschaft,

das Pfingstfest, welches nun das dritte der drei Osterfeste ist, steht nicht nur im kirchlichen Kontext, nämlich der Ausschüttung des Heiligen Geistes, sondern es ist zudem das Fest der freien Individualität sowie der Gemeinschaftsbildung.
Durch das Wirken und Sterben Christi wurde der Menschheit ein neuer, bis dato unerschlossener Pfad geebnet.

Auch die Apostel mussten zunächst durch die gemeinsame Zeit an Christus‘ Seite, durch seinen Tod und seine Auferstehung, die notwendigen Geistes- und Seelenkräfte erlangen, um diesen Impuls weitertragen zu können.
Pfingsten ist nun ein Symbol für das Freiwerden dieser Kräfte, welche als „Feuerzungen“ (Apg. Kapitel 2, 1-12), auf die Apostel niedergingen.

Der bis dato vorherrschende Tempel – und Priesterkult vereinnahmte die Spiritualität und ermöglichte es dem Individuum nicht, seinen persönlichen Zugang zur geistigen Welt zu finden.

Durch das Leben, den Tod und die Auferstehung Christi wurde ein Keim gelegt, welcher der Menschheit auf individuelle Weise die Rückbindung an die geistige Welt ermöglichte. Jeder kann zu Gott kommen, wenn er es nur ernst und aufrichtig meint. 

Auch in diesem Jahr feierten wir das Pfingstfest, indem stellvertretend für einen der 12 Apostel ein Erwachsener das „Vaterunser“ in einer fremden Sprache für die Schulgemeinschaft sprach. Dabei stand jeweils ein Kind mit einer brennenden Kerze davor und stellte diese anschließend um eine dekorierte Mitte. Dies war eingebettet in eine Feier mit Evangelienlesung und passenden Liedern. Abgerundet wurde diese Feier von einer gemeinschaftsbildenden Tätigkeit: Die im letzten Jahr begonnene Bepflanzung und Gestaltung des Hügels auf dem Unterstufen-Schulhof zwischen Gartenbauraum und Rutsche wurde in diesem Jahr fortgeführt. So konnten sich alle auf dieser Feier als Individuum in einer Gemeinschaft erleben und dennoch einen gemeinsamen geistigen Impuls fassen.