‚Momo‘ – das Theaterstück der Oberstufe O-b und O-c
Das gemeinsame Theaterstück bildet einen wesentlichen Bestandteil des Waldorfabschlusses. Es dient nicht allein der Entfaltung schauspielerischer Fähigkeiten, sondern eröffnet den Schülerinnen und Schülern einen Erfahrungsraum, in dem sie Verantwortung übernehmen, sich mit ihren individuellen Begabungen in eine Gemeinschaft einbringen und gemeinsam auf ein übergeordnetes Ziel hinarbeiten. Dabei werden Ausdrucksfähigkeit, Kreativität, Teamfähigkeit, Verlässlichkeit, Ausdauer und Selbstvertrauen gleichermaßen geschult. Die intensive Probenarbeit fordert Konzentration, Selbstdisziplin, die Bereitschaft, Kritik anzunehmen und in konstruktive Weiterentwicklung umzusetzen, ebenso wie die Fähigkeit, eigene Vorstellungen zugunsten des gemeinsamen Ganzen zurückzustellen. Gerade diese sozialen und persönlichen Kompetenzen gewinnen auch für das spätere Berufsleben eine immer größere Bedeutung. Wer Verantwortung übernimmt, zuverlässig im Team arbeitet, Herausforderungen mutig begegnet und auch unter Zeitdruck gemeinsam tragfähige Lösungen entwickelt, erwirbt Fähigkeiten, die weit über die Bühne hinaus von bleibendem Wert sind. Die Aufführung bildet schließlich den sichtbaren Abschluss eines langen gemeinsamen Schaffensprozesses. In ihr werden die persönliche Entwicklung der Jugendlichen, ihr künstlerischer Ausdruck und ihre Fähigkeit, als Gemeinschaft ein Werk zu gestalten, auf eindrucksvolle Weise erfahrbar. Im Mittelpunkt der diesjährigen Theaterarbeit stand Michael Endes „Momo und die grauen Herren“. Die Vorbereitung der Aufführung verlangte den Schülerinnen und Schülern weit mehr ab als das Erlernen ihrer Rollen. Neben sprachlicher Ausdruckskraft und schauspielerischem Gestaltungswillen waren ebenso handwerkliche, künstlerische und organisatorische Fähigkeiten gefragt. Gemeinsam entstanden aus Holz und Leinwand die Bühnenbilder, Kulissen wurden entworfen und bemalt, Kostüme und Requisiten ausgewählt, angepasst und in das Gesamtkonzept eingefügt. Während der intensiven Probenzeit brachten die Jugendlichen eigene Ideen in die Gestaltung und Weiterentwicklung des Stückes ein, übernahmen Verantwortung für ihre jeweiligen Aufgaben und lernten, ihre individuellen Fähigkeiten in den Dienst des gemeinsamen Werkes zu stellen. Auf diese Weise entstand Schritt für Schritt eine Aufführung, die von großem Engagement, gegenseitiger Unterstützung und wachsender künstlerischer Reife getragen wurde und schließlich in zwei eindrucksvollen und mit großer Begeisterung aufgenommenen Vorstellungen ihren Höhepunkt fand.















Hier ein paar Fotos aus den Proben:

Alle zusammen!

Die Grauen Herren

Momos Freunde und Freundinnen

Meister Hora und Kassiopeia, die Schildkröte

Meister Horas Sonnenuhr