Ostern in der Franziskusschule
Das Osterfest wird an der Franziskus-Schule seit jeher mit besonderer Hingabe und in einer tiefen, die Kinder umfassenden Weise begangen. In den Tagen vor den Osterferien stand das Gedenken an das Leiden Jesu im Mittelpunkt. In stillen, getragenen Morgenfeiern und einem bewusst schlicht gehaltenen „Stillen Frühstück“ übten sich die Klassen darin, zur Ruhe zu kommen und das Schweigen als gemeinsame Erfahrung zu erleben. Herr Fischer bereitete hierzu sein besonderes Fladenbrot, dessen Teilen an das letzte Abendmahl und das heilige Brotbrechen erinnerte und den Kindern auf sinnliche Weise nahegebracht wurde.
Nach den Ferien wandelte sich die Stimmung: Die Freude über die Auferstehung Jesu, aber auch über das Erwachen der Natur und der Menschen nach dem langen Winter trat in den Vordergrund. Die Klassen 1 bis 3 durften die geheimnisvolle „Osterhöhle“ durchschreiten. Mit einer kleinen Kerze in der Hand gingen sie den Weg durch das Halbdunkel. Dort sprach ein Engel leise zu ihnen und überreichte jedem Kind eine keimende Pflanzenzwiebel – ein stilles Symbol für Wachstum, Neubeginn und das verborgene Leben, das sich seinen Weg ans Licht bahnt.
Die älteren Klassen versammelten sich zu einem fröhlichen Morgenkreis. Lieder wie „Manchmal feiern wir mitten am Tag ein Fest der Auferstehung“, „Oh happy day“ sowie das afrikanische Tanzlied „Banaha“ erfüllten den Raum mit Klang, Bewegung und Lebensfreude. Anschließend übernahmen die Großen eine besondere Aufgabe: Sie versteckten die Osterkörbchen für die Jüngeren und holten diese später Hand in Hand ab – ein berührender Moment des Miteinanders und der gelebten Gemeinschaft.
Den Abschluss bildete ein gemeinsames Frühstück in den Klassen. In einer weiteren Stunde mit dem Klassenlehrer blieb Zeit zum Erzählen, Teilen und Verweilen – ein stiller Ausklang eines Festes, das Herz, Hand und Sinn gleichermaßen angesprochen hat.

























